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Philosophische Yogastile

Yoga ist mittlerweile aus den Freizeitaktivitäten unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Im Laufe der Zeit haben sich neben den klassischen Formen des Yoga weitere Varianten etabliert, die Yogainteressierten die Vielfalt des Yoga näherbringen können. Jede / Jeder kann einen für sich selbst geeigneten Ansatz finden.


Sivananda-Yoga: Mit viel Disziplin

Im Wesentlichen geht es bei dieser Form des Yoga um Dehnen, Atmen und Entspannen. Regelmäßiges Üben der Asanas, intensive Atemübungen, Meditation und Tiefenentspannung, eine gesunde vegetarische Ernährung und ein positives Denken sind die Eckpfeiler dieser klassischen ganzheitlichen Yogapraxis. Es ist viel Disziplin erforderlich, aber gleichzeitig kann das kontinuierliche intensive Üben den Körper kräftigen, zu mehr Gelassenheit im Alltag und zu mehr innerer Stärke verhelfen. Die Sivananda-Zentren können auf ein weltweites Netzwerk und auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen.

Jivamukti-Yoga: Mit viel Hingabe

Jivamukti Yoga bedeutet nicht nur das Üben von Asanas, sondern fordert von den Übenden auch die spirituelle Praxis in Form von philosophischen Unterweisungen, wie sie in den alten Schriften enthalten sind. Diese Variante hält den fünf Grundsätzen entsprechend zu einer gewaltlosen, mitfühlenden Lebensweise, Hingabe an und Selbstverwirklichung durch die Yoga-Praxis, dem Singen von Mantras, zu Meditation, sowie zur Entwicklung eines gesunden Körpers und Geistes an.

Anusara-Yoga: Mit Freude am Tun

Diese Variante wurde in den 90er Jahren in den USA von John Friend entwickelt. Sie konzentriert sich auf eine gesunde innere Haltung gegenüber sich selbst und der Allgemeinheit in der heutigen schnelllebigen Zeit. Nicht die Perfektionierung von Yoga steht hier im Vordergrund, sondern die Freude an der Ausübung der Asanas. Die Achtsamkeit gegenüber dem eigenen Körper ermöglicht es, eine Verbindung zu sich selbst aufzunehmen. Dies führt zu einer bereichernden Eigenwahrnehmung.

Kundalini-Yoga: Die kosmische Verbindung

In jedem Menschen wohnt eine Kraft inne, die Kundalini genannt wird. Sie befindet sich im unteren Ende der Chakren und wird auch als schlafende Schlange bezeichnet. Durch diesen Yogastil soll diese Energie erweckt werden und über die sieben Chakren nach oben steigen. Erreicht sie das Obere Chakra, so kann sie sich mit der kosmischen Seele verbinden und der Mensch kann höchstes Glück erlangen. Intensive Yogaübungen mit langem Halten der Stellungen, kräftiges tiefes Atmen, Singen von Mantras und intensive Meditation sind die Grundlagen dieses intensiven Yogastil, der im Westen von Yogi Bhajan entwickelt wurde.

Diese Yogastile zeichnen sich in der Regel durch langsamere Bewegung aus und dienen nicht nur der Körperertüchtigung. Sie beinhalten auch Elemente, die den spirituellen Hintergrund von Yoga und eine ganzheitliche Lebensform vermitteln können.